Drei Kopien sind keine Paranoia
Festplatten sterben, Ransomware verschlüsselt, und manchmal löscht man schlicht den falschen Ordner. Die Frage ist nicht, ob du Daten verlierst – sondern ob es dann weh tut. Mit ein paar Grundregeln tut es das nicht:
1. Die 3-2-1-Regel
Drei Kopien deiner Daten, auf zwei verschiedenen Medientypen, davon eine ausser Haus. Das klingt nach viel, ist aber schnell erreicht: Original auf dem Rechner, Backup auf dem NAS, verschlüsselte Kopie in der Cloud oder auf einer Platte bei den Eltern.
2. Automatisch oder gar nicht
Manuelle Backups schlafen ein – spätestens nach drei Wochen. Richte eine automatische Sicherung ein, die täglich oder wöchentlich ohne dein Zutun läuft. Gute Backup-Software meldet sich, wenn etwas schiefgeht, nicht wenn alles gut ist.
3. Ein Backup ohne Restore-Test ist ein Gerücht
Der häufigste Backup-Fehler: Es wird jahrelang gesichert, aber nie zurückgespielt. Ob die Sicherung wirklich funktioniert, weisst du erst nach einem Test. Stell ein paar Dateien pro Quartal probeweise wieder her – erst dann ist es ein Backup und keine Hoffnung.
4. Ransomware mitdenken
Verschlüsselungstrojaner zielen gezielt auf Backups, die dauerhaft verbunden sind. Wichtig sind deshalb Versionierung (ältere Stände bleiben erhalten) und mindestens eine Kopie, die offline oder unveränderbar ist. Ein USB-Laufwerk, das nur zum Sichern angeschlossen wird, ist simpel – und wirksam.
5. Priorisieren statt alles sichern
Filme und Programme kannst du neu beschaffen – Fotos, Dokumente und Steuerunterlagen nicht. Sichere zuerst das Unersetzliche, und zwar vollständig. Der Rest ist Komfort.
Fazit: Ein gutes Backup ist automatisch, mehrfach, getestet – und langweilig. Genau so soll es sein.
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